Beziehungen, Ehe und Konflikte

Wer an Paar- Beziehungen und somit Beziehungen denkt, welche wir aus Liebe eingehen, so denken wohl die meisten Menschen unter uns an Liebe, Vertrauen, innige Gefühle, Leidenschaft und unendlich schöne Momente.

Wir können uns in Beziehungen auf unseren Partner bzw. unsere Partnerin verlassen, vertrauen ihnen unsere Gedanken an und unternehmen viele schöne Dinge gemeinsam und zu Zweit.

Diese Beziehung und Zweisamkeit wird nicht selten mit einer Hochzeit und somit der Eheschließung gekrönt und dadurch gefestigt.

Wie schöne Momente zu einer Partnerschaft bzw. Beziehung gehören, so ist diese allerdings auch durchaus durch Konflikte geprägt. Meist sind diese klein und können nach Streitigkeiten wieder zufriedenstellend und umfassend ausgesöhnt werden. Allerdings kommt es durchaus vor, dass sich ein Eheproblem manifestiert und nicht so einfach aufzulösen ist.

Welche Gründe gibt es für das Eheproblem?

So wie die Beziehungen vielfältig sind, so sind auch die Gründe für die, in der Partnerschaft und Ehe auftretenden, Eheprobleme vielfältig. Hauptgründe sind, dass der Partner bzw. die Partnerin dem anderen Partnerteil „den Rücken kehrt“. Dies zeigt sich darin, dass das Paar nicht mehr oder kaum noch gemeinsame Aktivitäten unternimmt, Gespräche immer weniger werden und die Kommunikation untereinander so auf der Strecke bleibt. Oft widmen sich die Ehepartner ihren Hobbys, treffen Freunde oder werden zu Workaholics. Alles scheint einen stärkeren Wert zu haben, als die Beziehung und die Liebe untereinander. Weitere Gründe und Tücken sind nicht selten Eifersucht oder auch Interessenlosigkeit in der Beziehung. Eifersucht führt dann oft zum Kontrollzwang, es wird nicht gern gesehen, wenn der Partner oder die Partnerin mit Freunden unterwegs ist oder öfter die Nachrichten auf dem Smartphone checkt. Die Langeweile kommt in Partnerschaften besonders dann auf, wenn sich nach den typischen ersten Verliebtheitsgefühlen, den „Schmetterlingen im Bauch“, sowie der Eheschließung der Alltag wieder einspielt. Die Partner gehen vielleicht ihren Berufen nach, sehen sich nur am Abend oder kümmern sich mehr um die Kinder, als um die Beziehung. Aus diesem Grund mag das Leben zwar stressig und ereignisreich sein, was sich allerdings nicht in der Beziehung zeigt. Diese ist eher fad und langweilig, einstige Gemeinsamkeiten werden kaum noch geteilt oder verfolgt. Man entzweit sich zunehmend.

Was kann helfen: Möglichkeiten und Vorgehensweisen

Erlebt man solche negativen Entwicklungen in der Partnerschaft, spürt man verstärkt negative Gefühle und merkt, dass man sich einfach auseinander gelebt hat, so ist es schon bei den ersten Anzeichen an der Zeit, sich für die Beziehung einzusetzen. Das Erinnern an andere, frühere Zeiten, ist dann oftmals der größte Motivationsgrund, an der derzeitigen Situation und Liebesbeziehung etwas zu ändern. Der erste Schritt ist schließlich, sich ernsthaft mit dem Partner bzw. der Partnerin auszusprechen. So können sich beide Seiten austauschen und ihre Sicht der Dinge mitteilen. Leichtere Problematiken können durch dieses Vorgehen wirklich oft alleine gelöst werden. Denn gerade die Kommunikation bleibt in der Ehe mit der Zeit auf der Strecke und dies sorgt für Frust. Traut man sich dann aber, mal wieder über Probleme, Wünsche und Bedürfnisse zu sprechen, spüren die Partner oft, wie sehr dieser verbale Austausch in letzter Zeit gefehlt hat. Nicht selten, spüren beide Partner dann dieselben Kommunikationsprobleme.

Wichtig ist aber auch, zu erfassen und auszusprechen, wenn man die Beziehung so, wie sie aktuell ist, nicht als zukunftsträchtig ansieht. Die Wahrheit tut manchmal weh, ist aber auch der erste Weg der Besserung und der Aussprache.

Wichtig bei der Aussprache ist aber, nicht nur vorwurfsvoll zu agieren. Aussage sollte somit nicht als Vorwurf formuliert zu werden. Dies kann gezielt umgangen werden, indem die Sätze nicht mit „Du“ begonnen werden. Denn durch diese Wortwahl bezieht der Partner sämtliche Aussagen auf sich und kann dadurch schnell gekränkt werden. Dies würde die „emotionale Mauer“ zwischen den Partnern nur noch verschärfen. Sinnvoller ist es, seine eigenen Gefühle zu verbalisieren, etwa mit der Wortwahl „Ich spüre, dass wir in letzter Zeit weniger gemeinsam unternehmen.“ So können auch die eigenen Emotionen gut verbalisiert und kommuniziert werden. Es gilt somit, lieber „Ich-“, statt „Du“- Nachrichten, zu senden.

Je nach Intensität der Kommunikationsprobleme, vorliegender Langeweile und Grad des Verlustes der Gemeinsamkeiten, kann es dann sinnvoll sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Professionelle Hilfe: die Paarberatung und Beziehungsberatung

Diese Hilfe kann in Form einer Paarberatung erfolgen. Diese Beratungen werden durch professionell ausgebildete Psychologen bzw. Psychologinnen sowie auch Paarberater und Paartherapeuten angeboten und durchgeführt. Diese Therapien bestehen aus verschiedenen Einheiten und haben das Ziel, die vorliegenden Beziehungsprobleme sowie Eheprobleme zu analysieren, zu erarbeiten, aufzuarbeiten und letztendlich zu lösen. Dabei werden verschiedenen Techniken und Methoden angewendet. Ziele sind es auch, vorliegende, noch verborgene Konflikte sowie Tücken, aufzuspüren und gemeinsam zu erarbeiten. Die Beziehungsberatung ist oft sehr emotional und fordert eine starke Mitarbeit beider Partner. Sie ist nur sinnvoll, wenn beide Beziehungs- und Ehepartner dazu bereit sind. Deshalb müssen Beide bereit sein, Fehler auch bei sich zu sehen und somit auch an sich arbeiten zu wollen.

Resümee und Abschluss

Partner spüren oft, wenn sie einmal genau in sich hinein horchen, was sie sich von der Ehe und Partnerschaft wirklich wünschen und was ihnen aktuell fehlt. Kommunikation und Aussprachen sind dann oft der erste Lösungsweg von Beziehungsproblemen, wie Langeweile, Kommunikationsproblemen oder Eifersucht. Genügt dies auf Dauer gesehen nicht und sind beide Partner bereit für die Inanspruchnahme externer Hilfen kann eine Paarberatung durchaus in Erwägung gezogen werden. Diese ist eine Möglichkeit, gemeinsam an individuellen und persönlichen Partnerschaftsproblemen zu arbeiten. Dadurch kann die Beziehung oftmals noch gerettet und eine mögliche Trennung umgangen werden. Zentral und zur Lösung aller Beziehungsprobleme unerlässlich ist dabei, stets ehrlich zu sein und dem Partner keine Vorwürfe zu machen.

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